Stadioneröffnung in Bornheim – Ein Fest für Sport, Inklusion und Gemeinschaft
Ein neues Stadion, strahlender Sonnenschein und jede Menge Begeisterung: Die Eröffnung des Franz-Farnschläder-Stadions in Bornheim am 26. September 2025 war weit mehr als ein sportliches Ereignis. Sie war ein starkes Zeichen dafür, wie Sport Menschen zusammenbringt – generationenübergreifend, inklusiv und mitten aus der Stadtgesellschaft heraus.
Gemeinsam hatten die Stadt Bornheim und der inklusive Sportverein Sporteinander e.V. zur feierlichen Einweihung eingeladen. Unterstützt wurde das Wochenende maßgeblich vom Hauptsponsor JuMeGa – Junge Menschen in Gastfamilien, einem Angebot von Motiviva e. V., das jungen Menschen ein Aufwachsen in familiären, tragfähigen Strukturen ermöglicht und soziale Teilhabe aktiv fördert.
Fußball, Emotionen und große Vorbilder
Ein sportlicher Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: Die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln gastierte zur Eröffnung im neuen Stadion und trat gegen eine Bornheimer Stadtauswahl an, die sich aus Spielerinnen und Spielern verschiedener lokaler Vereine zusammensetzte. Das Ergebnis war dabei fast Nebensache – auch wenn die Kölner Altinternationale am Ende klar die Oberhand behielten. Die Freude über zwei Bornheimer Ehrentore und das gemeinsame Spiel überwog deutlich.
Für leuchtende Augen sorgten vor allem die Sporteinander-Kinder, die als Einlaufkinder mit auf den Platz durften. Ein Moment, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt. Sporteinander stellte zudem die Trikots für die Stadtauswahl – ein weiteres sichtbares Zeichen für das Engagement des Vereins im lokalen Sportleben. Mit dabei war auch der Vereinsvorsitzende Philipp Michel, der selbst für die Auswahl auflief und sogar eine Torvorlage beisteuerte.
Ein Stadion für alle – barrierefrei und vielseitig
Nach einem Jahr Sanierung präsentierte sich die Sportanlage aus den 1970er-Jahren rundum erneuert: zusätzliche Sportflächen, ein moderner Kunststoffrasen, neue Laufbahnen und vor allem ein barrierefreier Umbau, der die Nutzung für alle Menschen möglich macht. Genau diese Offenheit passt zum Selbstverständnis von Sporteinander, das seit Jahren inklusiven Sport lebt und Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Beeinträchtigung zusammenbringt.
Dass die Wiedereröffnung gleich an zwei Tagen gefeiert wurde, war folgerichtig. Am Samstag verwandelte sich das Stadion beim Sport- und Spielfest in einen bunten Treffpunkt für Familien, Kinder und Vereine. Ein Bambini-Fußballturnier, offene Mitmachangebote und strahlende Gesichter prägten das Bild. Zwei junge Kicker brachten es treffend auf den Punkt: Der neue Rasen sei „super – wenn man hinfällt, tut es nicht weh“.
Mehr als Fußball
Rund um das Spielfeld wurde deutlich, wie vielseitig das Stadion künftig genutzt werden kann: ein neues Beachvolleyballfeld, zusätzliche Boulebahnen sowie ein flexibel nutzbares Volleyball- und Badmintonfeld erweitern das Angebot. Auch Schulen profitieren künftig von den verbesserten Bedingungen. Trotz aller Freude bleibt der Blick realistisch: Eine Flutlichtanlage fehlt bislang noch – die technischen Voraussetzungen sind jedoch bereits geschaffen.
Gemeinschaft, die trägt
Besonders bewegend war der Besuch der Familie von Franz Farnschläder, nach dem das Stadion benannt ist. Für den 85-jährigen Sohn des Namensgebers war die Eröffnung ein emotionaler Moment voller Erinnerungen – ein stiller Beweis dafür, wie sehr Sportstätten auch Orte der Geschichte und Identität sind.
JuMeGa, Sporteinander und Motiviva – gemeinsam für Teilhabe
Dass dieses Wochenende so lebendig, offen und inklusiv gestaltet war, passt hervorragend zur Unterstützung durch JuMeGa (Junge Menschen in Gastfamilien) von Motiviva e. V.. Das Projekt steht – genau wie Sporteinander – für Teilhabe, Beziehung und das Vertrauen darauf, dass junge Menschen in unterstützenden Gemeinschaften wachsen können. Die Verbindung von Jugendhilfe und inklusivem Sport wird hier ganz praktisch erlebbar.
Fazit:
Die Stadioneröffnung in Bornheim war ein gelungenes Zusammenspiel aus Sport, Engagement und Gemeinschaft. Ein Ort, der nicht nur modernisiert wurde, sondern mit Leben gefüllt ist – für Vereine, Schulen, Familien und alle, die Sport als verbindende Kraft verstehen.
